CD-Aufnahme: SBO LU spielt „Cosmic Voyager“ ein

Vergangenes Wochenende hat das SBO LU das Werk „Cosmic Voyager“ des Mannheimer Komponisten Kim-Dirk Linsenmeier bei einer professionell durchgeführten CD-Aufnahme eingespielt. Linsenmeier, der in Karlsruhe geboren wurde und seit vielen Jahren in Mannheim wohnt, hat mit seinem Werk die Reise der Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 vertont. Die Sonden wurden 1977 – dem Geburtsjahr des Komponisten – von der NASA ins Weltall geschickt, um Informationen über das äußere Sonnensystem zu sammeln. Dabei passierten die Sonden die Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, und im Jahr 2012 wurde Voyager 1 zum ersten von Menschen erschaffenen Objekt, das in interstellaren Raum vordrang. Mit an Bord sind auch die berühmten „Golden Records“, Datenplatten, die Bild- und Audiodaten zur Menschheit enthalten, wie beispielsweise Werke von Bach, Mozart und Beethoven.

Linsenmeier zeichnet in seiner viersätzigen Suite Bilder der Reise der Raumsonden auf ihrem Weg in die Unendlichkeit. Dabei nutzt er unterschiedliche musikalische Stile und Charakteristika, um Stimmungen und Atmosphären zu schaffen. Im ersten Satz, „Lift Off – Into Space“, startet die Raumsonde unter majestätischen, feierlichen Klängen und entfernt sich von der Erde. Der Satz endet sphärisch und geheimnisvoll – die Sonde hat den Orbit erreicht. Angetrieben werden Voyager 1 und 2 von Solarwinden, die von ihren Sonnensegeln eingefangen werden. „Solar Winds“, der zweite Satz, ist ein beschwingter Walzer, der die Solarwinde als tanzende Teilchen um die Sonden vorstellt. Düster und schwer wird es im dritten Satz, „Passing Jupiter“, im Schatten des Riesenplaneten. Die beiden Raumsonden lieferten auf Ihrer Reise spektakuläre Aufnahmen von Jupiter und seinen Monden Io, Europa, Ganymede, und Callisto. Mit dem Verlassen unseres Sonnensystems verabschieden sich die Raumsonden in die Unendlichkeit des Weltalls. Optimistische Klänge symbolisieren die Mission, die die Sonden nun erfüllen sollen, nämlich als Botschafter der Menschheit ihre Reise durch die Unendlichkeit des Weltalls fortzusetzen. Doch es besteht auch Ungewissheit, und so endet das Werk sphärisch und ruhig.

Das Ergebnis unserer Aufnahme soll dem Komponisten als Referenzaufnahme beim Vertrieb des Werkes dienen. Wer neugierig auf das Werk geworden ist, kann mit „Cosmic Voyager“ bei unseren Weihnachtskonzerten abheben. Unter Anderem ebenfalls zu hören: „Jupiter Hymn“ von Gustav Holst, der ein anderes Bild des Riesenplaneten zeichnet, sowie zwei Sätze aus dem Weihnachtsoratorium von Johan Sebastian Bach, passend zum „Golden Record“ der Voyager Sonden.

Festliches Weihnachtskonzert „Jauchzet, frohlocket, Herrscher des Himmels!“

17. Dezember in der Kirche St. Josef in Ludwigshafen Friesenheim
18. Dezember in der Herz-Jesu-Kirche in Ludwigshafen Süd

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