Jazz, Tanz, Theater, Kunst, Kabarett!
Die Goldenen Zwanziger gelten als eine Blütezeit der deutschen Kultur in einer Phase relativer Stabilität von 1924 bis 1929. Doch auch in anderen Ländern schwang man das Tanzbein; „the roaring twenties“ und „les années folles“ sind internationale, geflügelte Begriffe für diese Zeit der Unbekümmertheit.
Bei unserem Konzert im Pfalzbau Die Goldenen Zwanziger stellen wir die Kunst und Kultur jener Zeit in den Fokus. So eröffnen wir den Konzertabend mit zwei Originalkompositionen für Blasorchester aus den 1920er Jahren. Ralph Vaughan Williams Toccata Marziale gilt als eines der ersten ernsthaften Werke für Blasorchester. Der Komponist zeigte damit, dass diese eine eigenständige, ausdrucksstarke Ensembleart sein können. Ernst Toch schrieb sein wegweisendes Spiel op. 39 für die Musiktage in Donaueschingen 1926. Es gilt mit seinen scharfen Rhythmen und klaren Formen als Paradebeispiel für die „Neue Sachlichkeit“. Mit Scaramouche von Darius Milhaud stellen wir das Saxophon als führendes Jazz-Instrument der Zwanziger in den Fokus. Den Solopart übernimmt die renommierte Saxophonistin Regina Reiter.
Doch auch andere Formen der Kunst sollen bei dem Konzert erforscht werden. So erklingt Kurt Weils Musik zur Kleinen Dreigroschenoper, einem gesellschaftskritischen Theaterstück von Berthold Brecht aus dem Jahre 1924. George Gershwins vom Jazz beeinflusstes sinfonisches Gedicht Ein Amerikaner in Paris wurde später zunächst als Film und dann als Musical adaptiert.
Auch wir leben in einem Zwanzigerjahrzehnt, und unsere heutige Zeit weist mit Ihren multiplen Krisen und politischen Strömungen beängstigende Parallelen zu den Goldenen Zwanzigern auf. Wir reflektieren unsere Gegenwart mit Time for Outrage aus der Feder von Marco Pütz, der mit seinem klanggewaltigen Opus die Missstände und Ungerechtigkeit der heutigen Zeit anprangert.
Tanzen Sie mit uns auf dem Vulkan – wir freuen uns auf Ihren Besuch!





