
Die Goldenen Zwanziger im Pfalzbau Ludwigshafen
Bei seinem diesjährigen Konzert im Pfalzbau stellt das Sinfonische Blasorchester Ludwigshafen die Kunst und Kultur der Goldenen Zwanziger in den Fokus seines Konzertprogramms. Der Konzertabend wird mit zwei Originalkompositionen für Blasorchester aus jener Zeit eröffnet. Ralph Vaughan Williams Toccata Marziale gilt als eines der ersten ernsthaften Werke für Blasorchester. Der Komponist zeigte damit, dass diese eine eigenständige, ausdrucksstarke Ensembleart sein können. Ernst Toch schrieb sein wegweisendes Spiel op. 39 für die Musiktage in Donaueschingen 1926. Es gilt mit seinen scharfen Rhythmen und klaren Formen als Paradebeispiel für die „Neue Sachlichkeit“. Mit Scaramouche von Darius Milhaud stellt das Orchester das Saxophon als führendes Jazz-Instrument der Zwanziger in den Fokus. Den Solopart übernimmt die renommierte Saxophonistin Regina Reiter.
Doch auch andere Formen der Kunst sollen bei dem Konzert erforscht werden. So erklingt Kurt Weils Musik zur Kleinen Dreigroschenoper, einem gesellschaftskritischen Theaterstück von Berthold Brecht aus dem Jahre 1924. George Gershwins vom Jazz beeinflusstes sinfonisches Gedicht Ein Amerikaner in Paris wurde später zunächst als Film und dann als Musical adaptiert.
Auch wir leben in einem Zwanzigerjahrzehnt, und unsere heutige Zeit weist mit Ihren multiplen Krisen und politischen Strömungen beängstigende Parallelen zu den Goldenen Zwanzigern auf. Das Orchester lädt sein Publikum ein, unsere Gegenwart mit Time for Outrage aus der Feder von Marco Pütz zu reflektieren, der mit seinem klanggewaltigen Opus die Missstände und Ungerechtigkeit der heutigen Zeit anprangert.
Tickets für „Die Goldenen Zwanziger“ sind ab sofort über die Homepage des Orchesters unter www.sbo-lu.de/tickets erhältlich. CARD-Inhaber erhalten 10 % Rabatt auf bis zu zwei Tickets.